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Victoria Francés

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Biography. Victoria Francés was born on October 25th 1982. Since her early years, she’s felt a fascination for Galicia’s beautiful forests, where she spent much of her childhood.

After travelling to larger metropolitan cities like London and Paris, the setting where the masterpieces of gothic literature were already legendary, she fell in love with gothic art. Her illustrations and sketches recall the dreamlike world of gothic romanticism. Influenced by the expressive images depicted in the paintings of the Pre-Raphaelites, her themes transport us to an ancient world full of symbols and magic. Suffering creatures banished from our world take refuge in her dark castels and mansions. With her art she is paying homage to writers such as Goethe, Edgar Allan Poe, Baudelaire, and Bram Stoker.

She attended the San Carlos University, Valencia, Spain where she studied Fine Arts. Her most recent published works are her three books: Favole I - Lágrimas de piedra (Stone Tears), Favole II – Libérame (Free Me) and Favole III – Gélida Luz (Frozen Light). They are based on her memories from different cities she visited and include images and stories she wrote. The first volume is a story about a young vampire who was recently initiated in the world of darkness and is forced to hide in the shades thru three cities, Verona, Venice and Genoa in search of his lover Ezequel. It was a sensation at the 2004 Saló del Cómic in Barcelona, attaining widespread success in all the countries where it has been published.

This exceptionally gifted artist and at the same time marvellous illustrator and narrator can expect a successful futures ahead of her. Her ability to make readers (who aren’t even familiar with the gothic art) fascinated with her work is extraordinary. We can expect to see a lot more of Victoria Francés in the future.


Facts.

Date of Birth: 25 Octobar 1982
Place of Birth: Valencia (Spain)

Favourite Authors: Oscar Wilde, Edgar Poe, Victor Hugo, Goethe, Bram Stoker, Baudelaire, Anne Rice.

Favourite Painters: Brian Froud, Luis Royo, Allan Lee, Joseph Vargo, David Delemare, John Bolton.

Fav Movies: Edward Scissorhands by Tim Burton, Dracula by Francis Ford Coppola and Interview with the Vampire by Neil Jordan.


Wolfgang Borchert

Wolfgang Borcherts großes Thema war der Krieg.
Und der Krieg war es auch, der schließlich dafür sorgte,
daß er kein neues Thema mehr finden konnte.
Er starb im November 1947 am Vorabend der Uraufführung
seines Theaterstückes Draußen vor der Tür im Alter von 26 Jahren.
Sein Gesamtwerk blieb schmal.
Die Ausgabe im Rowohlt-Verlag umfasst gerade einmal 300 Seiten,
überwiegend Kurzgeschichten und Lyrik,
und dennoch finden sich Perlen der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur darunter wie Das Brot oder Nachts schlafen die Ratten doch.
Sein Aufschrei Sag nein! war der Schrei einer ganzen Genration
um das Leben betrogener junger Menschen.
Doch Borchert war stets mehr als der Neinsager,
auf den man ihn in den Zitaten noch heute reduziert.
Er war ein Lebenshungriger,
der nach dem Krieg im Siechtum ans Bett gefesselt Umnengen Kurzgeschichten aus seinem Krankenlager in die Welt schleuderte.
Er war ein Schwärmer, voll Elan und Ungeduld,
der die Welt, die Sprache, die Grammatik umstoßen wollte.
Er war ein Liebender,
dessen Herz blutete vor all dem Kriegsleid,
vor dem er im Gegensatz zu so vielen anderen
seine Augen nicht verschließen konnte.
So war der letzte Schrei,
den Borchert der Welt in der Person des Kriegsheimkehrers Beckmann
im Drama Draußen vor der Tür entgegenschleuderte,
das von tiefer Verzweiflung über das bereits einsetzende
Vergessen und Verdrängen seiner Zeitgenossen geprägte:
Gibt denn keiner Antwort?
Gibt keiner Antwort?
Gibt denn keiner, keiner Antwort??







Aber man hat es doch befohlen
, flüsterte der eine.
Aber wir haben es getan, schrie der andere.
Aber es war furchtbar, stöhnte der eine.
Aber manchmal hat es auch Spaß gemacht, lachte der andere.
Nein, schrie der Flüsternde.
Doch, flüsterte der andere, manchmal hat es Spaß gemacht.
Das ist es ja. Richtig Spaß.

(Die Kegelbahn)


Aber Gott hat uns so gemacht.
Aber Gott hat eine Entschuldigung, sagte der andere.
Es gibt ihn nicht.
(Die Kegelbahn)


Und nun hat man mich mit dem Wesen allein gelassen,
nein, nicht nur allein gelassen,
zusammen eingesperrt hat man mich mit diesem Wesen,
vor dem ich am meisten Angst habe: Mit mir selbst.
(Die Hundeblume)


Mensch bist du, giraffeneinsam
ist dein Hirn irgendwo oben am endlosen Hals.
Und dein Herz kennt keiner genau.
(Eisenbahnen, nachmittags und nachts)


Doch, doch:
Wir wollen in dieser wahn-witzigen Welt noch wieder,
immer wieder lieben!
(Das ist unser Manifest)


Der Mond malt ein groteskes Muster an die Mauer.
Grotesk? Ein helles Viereck, kaum gebogen,
von einer Anzahl dunkelgrauer
und schmaler Linien durchzogen.
Ein Fischernetz? Ein Spinngewebe?
Doch ach, die Wimper zittert,
wenn ich den Blick zum Fenster hebe:
Es ist vergittert!

Liebeslied.
Weil nun die Nacht kommt,
bleib ich bei dir.
Was ich dir sein kann,
gebe ich dir!

Frage mich niemals:
woher und wohin -
nimm meine Liebe,
nimm mich ganz hin!

Sei eine Nacht lang
zärtlich zu mir.
Denn eine Nacht nur
bleib ich bei dir.

Abschied.
Lass mir dein Rosenmund
noch für einen Kuss.
Draußen weiß ein fernen Hund,
dass ich weiter muss.

Lass mir deinen hellen Schoss
noch für ein Gebet.
Mach mich aller Schmerzen los!
- horch, der Seewind weht.

Lass mir noch dein weiches Haar
schnell für diesen Traum:
Dass dein Lieben Liebe war -
lass mir diesen Traum!

Legende.
Jeden Abend wartet sie in grauer
Einsamkeit und sehnt sich nach dem Glück.
Ach, in ihrem Auge nistet Trauer,
denn er kam nicht mehr zurück.

Eines Nachts hat wohl der dunkle Wind
sie verzaubert zur Laterne.
Die in ihrem Scheine glücklich seid,
flüstern leis: ich hab dich gerne.
(Der Mond lügt)


Alles, was ihm geblieben ist,
dem jungen Mann mit dem alten Gesicht,
nach dem Bombenagrff,
alles ist seine alte Küchenuhr,
die ausgerechnet um halb drei stehengeblieben ist.
Die anderen, denen er von seiner Küchenuhr erzählt, nicken wissend:
das käme vom Druck der Bombe, dass dann die Uhren stehen blieben.
Doch der junge Mann schüttelt den Kopf.
Nein, halb drei, da war etwas ganz anderes.
Halb drei, das war nämlich die Uhrzeit,
zu der er immer nach Hause gekommen ist.
Fast immer nachts um halb drei.
Doch egal, wie leise er war,
seine Mutter hat ihn immer gehört
und hat ihm noch das Abendessen warm gemacht.
Jede Nacht war es so, fast immer um halb drei.
Ihm war das so selbstverständlich gewesen,
doch jetzt, jetzt weiß er, das war das Paradies.
Jetzt ist ihm nur noch die Küchenuhr geblieben,
die ausgerechnet um halb drei stehengeblieben ist.
Und der Mann, der neben ihm saß, sah auf seine Schuhe.
Aber er sah seine Schuhe nicht.
Er dachte immerzu an das Wort Paradies.
(Die Küchenuhr)






Der Erlkönig
by Johann Wolfgang von Goethe

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind.
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er fasst ihn sicher, er hält ihn warm.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? -
Siehst Vater, du den Erlkönig nicht!
Den Erlenkönig mit Kron' und Schweif? -
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. -

"Du liebes Kind, komm geh' mit mir!
Gar schöne Spiele, spiel ich mit dir,
Manch bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand."

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht? -
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind,
In dürren Blättern säuselt der Wind. -

"Willst feiner Knabe du mit mir geh'n?
Meine Töchter sollen dich warten schön,
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
Und wiegen und tanzen und singen dich ein."

Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düsteren Ort? -
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh'es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau. -

"Ich lieb dich, mich reizt deine schöne Gestalt,
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt!"
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an,
Erlkönig hat mir ein Leids getan. -

Dem Vater grauset's, er reitet geschwind,
Er hält in den Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Mühe und Not,
In seinen Armen das Kind war tot.




'Der Erlkönig' is behind the Father with his Boy, which are on the horse


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